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Als Logistikunternehmen Nachhaltigkeit fördern und gleichzeitig für Partner attraktiv werden

In einigen deutschen Städten sind Umweltzonen und Dieselfahrverbote im innerstädtischen Raum bereits Normalität. Auch zukünftig werden die Fahrverbote für Verbrenner zunehmen und langfristig fast nur noch E-Fahrzeuge auf den Straßen zu sehen sein. Besonders Logistikunternehmer haben durch den steigenden Druck der Verbannung von Transportern aus Innenstädten eine hohe Verantwortung für ihre Flotte. Da viele Transportdienstleister jedoch Subunternehmer sind, stellt sich die Frage: Wie können in diesem Kontext Nachhaltigkeit gefördert und gleichzeitig neue Partner gewonnen werden? Um den Klimazielen gerecht zu werden, sind Logistiker nun selbst im Zugzwang. Hintergrund und Einblicke zu verschiedenen Potenzialen.

Auslöser: Vorgaben von Unternehmen, der Regierung und Fahrverbote

Um die Erreichung der Klimaziele des Pariser Abkommens zu beschleunigen, hat die Bundesregierung im August 2021 die sogenannte „Clean Vehicles Directive“ veröffentlicht. Bei der „Saubere Fahrzeuge Richtlinie“ handelt es sich um eine Vorschrift, durch die ein bestimmter Anteil der künftig angeschafften Fahrzeuge öffentlich beauftragter Unternehmen emissionsarm oder -frei sein muss. Auch ausgeschriebene Leistungen für Transport fallen unter diese Richtline. Sie soll bewirken, dass sich Luftqualität in Städten verbessert, Treibhausgase reduziert werden und der Markt für emissionsfreie Fahrzeuge wächst. Betroffen sind vorrangig der ÖPNV, Behörden, aber auch Post- und Paketdienstleistungen. Bis zum 31.12.2025 beträgt die feste Beschaffungsquote emissionsarmer Fahrzeuge (50 g CO2/ km) 38,5 %. Ab 2026 dürfen neuerworbene Fahrzeuge nur 0 g CO2/ km ausstoßen.

Große Unternehmen stehen ebenfalls unter Druck die Lieferketten CO2-neutral zu gestalten. Dieser Druck wird oft an Zulieferer weitergegeben. In dieser Kette spielen Logistikunternehmen eine große Rolle. Für die Umsetzung führt daher kein Weg an der Elektrifizierung der Flotte vorbei.

Das stellt Logistikunternehmen und Flottenbetreiber vor die Herausforderung, auch kleine Flotten teilweise elektrifizieren zu müssen. Hinzu kommt: Wer hier nicht das nötige Kleingeld für eine eigene Schnellladeinfrastruktur und Zeit für den Netzanschluss hat, ist auf langsames und kostspieliges Laden an öffentlichen Ladepunkten angewiesen.

Der Kampf um gute Partner – Möglichkeiten für Logistikunternehmen

Wer sich für eine Zusammenarbeit mit Subunternehmern entscheidet, ist sich der Komplexität bewusst. Es ist schwer, ohne die richtigen Anreize gute und verlässliche Partner zu finden. Hier komm das Thema E-Mobilität ins Spiel: Logistikunternehmen können beispielsweise durch Subventionen für die Nutzung von E-Autos, E-Transportern und weitere Möglichkeiten attraktive Geschäftspartner werden:

  • Lukrative Packages: Aktuell werden elektrische Neuwagen noch bis Ende 2022 vom Bund gefördert. Das heißt Anschaffungskosten fallen zum Teil geringer aus als beim Verbrenner-Äquivalent. Logistikunternehmen haben so die Möglichkeit, eine Vielzahl an E-Fahrzeugen günstig zu erwerben und diese ihren Partnerbetrieben zur Verfügung zu stellen. Bestes Beispiel dafür ist der Paketdienstleister GLS mit dem Programm GLS-Transportpartner. Die City-Logistik bietet laut GLS eine große Auswahl klimaneutraler Fahrzeuge und teilt so den Beitrag zum Klimaschutz und das positive Image mit ihren Subunternehmern.
  • Pauschalen umgestalten: Andersherum ist es in der Branche üblich, dass Logistikunternehmen eine Pauschale für bestimmte Leistungen an Ihre Dienstleistungspartner zahlen – meist eine Paketpauschale. Entfernt man sich jedoch von dem Gedanken Paketpauschale und gestaltet auf Basis des CO2-Fußabdrucks eine Fahrpauschale, entstehen ganz neue Anreize. Wer als Partnerunternehmen also bereits E-Fahrzeuge nutzt und damit selbst einen positiven Einfluss auf Unternehmensimage und Klimavorgaben hat, profitiert entsprechend mehr. Logistikunternehmen sitzen hier am Steuer, attraktive Vergütungsmodelle zu schaffen, die auf Klima und Unternehmensziele einzahlen.
  • Quersubventionierung: Die Überschrift „Klimaneutraler Versand“ ist im Checkout-Prozess vieler E-Commerce Unternehmen keine Seltenheit. Paketdienstleister können mit dem Klima-Cent CO2 kompensieren. Diese Einsparung kann an anderer Stelle zur Anschaffung von Ladeinfrastruktur investiert werden. Selbst die Weitergabe laufender Kosten für Inbetriebnahme oder Instandhaltung können 1:1 an Subunternehmer weitergegeben werden. Da mit der Ladeinfrastruktur nicht zwingend Gewinne erzielt werden müssen, rechnet sich die Investition in Ladeinfrastruktur so langfristig durch mögliche günstigere Pauschalen.
  • Günstiger Ladestrom: Transportdienstleister, die Partnern Ladestrom mit deutlich günstigeren Konditionen zur Verfügung stellen, schaffen so ebenfalls Anreize. Mit dem Wissen, dass die Kosten fürs Laden zukünftig geringer sein werden als marktüblich, haben Beteiligte mehr Rückhalt bei der eigenen Investition in E-Mobilität. Den Ladestrom kostenlos zur Verfügung zu stellen oder zu „verschenken“ ist aus steuerlicher Sicht eher schwierig.
  • Fahrerlebnis teilen: Nicht zu vergessen ist auch die Möglichkeit, Fahrern durch vorhandene E-Fahrzeuge das Erlebnis Elektromobilität zugänglich zu machen. Das heißt weniger Abgase, weniger Lärm und trotzdem gute Beschleunigung. Nicht zuletzt nimmt die Zahl neuer E-Transporter und Co. auf dem Markt rasant zu.

me energy Ladestation an Kran bei Abladen

Ladevorgänge mit me energy einfach abrechnen

Wenn Paketdienste Subunternehmer als Paketdienstleister beschäftigen, müssen diese natürlich auch abgerechnet werden. Für das Laden von E-Fahrzeugen auf dem eigenen Gelände oder an externen Ladepunkten stehen dafür in der Regel gewisse Budgets zur Verfügung und Subunternehmer bezahlen für die Ladeinfrastruktur. Das Logistikunternehmen muss in diesem Fall als Betreiber der Ladesäule auftreten.

Alternativ und deutlich bequemer ist es, den gesamten Prozess über Schnellladestationen von me energy betreiben zu lassen. Das ermöglicht zum einen die flexible Kostengestaltung für den eigenen Fuhrpark, aber auch eine individuelle Auswertung der Ladekarten und App Accounts. Die Abrechnung übernimmt me energy. Hinzu kommt, dass auch Mitarbeitende die DC-Ladestationen nutzen können und Unternehmen so beispielsweise nebenbei für ihre Büroangestellten besondere Benefits schaffen. Weitere Vorteile des Rapid Chargers sind, dass ein Pilot bereits in wenigen Wochen in Betrieb genommen werden und auch auf anderen Standorten skaliert werden kann – ohne Neuplanung und Behördengänge. Dabei ist me energy ganzheitlich von Set-up bis Abrechnung der einzige Ansprechpartner.

Nachhaltigkeit in der Logistik unterm Strich

Logistikunternehmen wie Paketdienste haben eine Vielzahl an Möglichkeiten, Nachhaltigkeit in der Branche zu fördern und damit auch Subunternehmer als Partner zu gewinnen. Der einfachste Hebel sind Subventionen von Elektromobilität. Das ist nicht nur günstiger als Diesel, sondern auch langfristig gut für die CO2-Bilanz des Unternehmens. Mit me energy kann der Prozess von Bereitstellung der Ladeinfrastruktur bis hin zur Abrechnung leicht umgesetzt und aus einer Hand betreut werden.

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